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Bye Bye 2016 - Oh what a year

Es ist wieder so weit. Ein altes Jahr geht zu Ende, ein neues Jahr beginnt. Ich verbringe Silvester, trotz zahlreicher Partyeinaldungen, tatsächlich mit einer lieben Freundin aus Studienzeiten zu zweit. Wir kochen zusammen, schauen Dinner for One, werden viel lachen und reden und einfach die Zeit miteinander genießen. Genauso habe ich es mit gewünscht und genauso machen wir es auch.
Dafür habe ich bereits Wunderkerzen und etwas zum Bleigießen gekauft (das habe ich noch nie gemacht) und freue mich unglaublich auf einen herausragenden Abend.
Aber Silvester ist ja auch immer ein wenig die Zeit der Rückbesinnung und so möchte ich euch heute noch einmal mit durch das Jahr 2026 nehmen- Es ist unglaublich viel passiert.

Januar
Mein neues Jahr begann mit einigen Tagen der Besinnung, ich hatte mir vorgenommen ein ganzes Wochenende mit mir allein zu verbringen und es in vollen Zügen genossen. Ansonsten war der Januar angefüllt mit Freunden, meine Familie kam mich besuchen, ich ging zu Lesungen und ins Kino, traf mich mit wunderbaren Menschen und hatte eine fantastische Zeit. Das Jahr lief vergleichsweise ruhig an. 

Februar
Ach der Februar... Mit ihm kamen die Montagsmotivation, das Geschenk einer lieben Freundin zum Valentinstag, das mich noch immer zum lachen bringt und meine letzten Prüfungen. Um mich vom Lernen abzuhalten hörte ich mit Vorliebe den Gehirnsong von Pinky and the Brain und redete mir damit ein ich würde etwas für meine Prüfung in Neurowissenschaften lernen. Hätte ich mal besser aufgepasst. Inzwischen brauche ich mein Neurowissen beinahe täglich. Wer hätte das gedacht.  

März 
Oh der März, der März. In diesem Monat begann die harte Arbeitsphase. Neben meinem Vollzeitpraktikum begann ich an der Masterarbeit zu werkeln, entdeckte das Thema Meal Prep für mich, bekam Besuch von lieben Freunden und von meinem Vater und meiner Mutter (nacheinander), fuhr nach Nürnberg und lernte dort dass ich aussehe wie eine Moskauerin und verbrachte sogar noch einige Tage an der Ostsee. Nicht zu glauben was ich alles in einen Monat untergebracht habe- wobei das in diesem Jahr irgendwie ein durchgängiges Thema wurde. 


April 
In einem Wort zusammengefasst wäre der April wohl: Kultur. Ich las unzählige großartige Bücher und besuchte die fabelhafte Yad Vashem Ausstellung in Berlin. Darüber hinaus hatte ich noch immer mein Praktikum und schrieb am Exposé für meine Masterarbeit. Was will man machen ;)

Mai
Der Wonnemonat Mai... Ach ja. Ich fuhr erneut nach Berlin um einen Mutter-Tochter Urlaub zu machen, startete die Erhebungen für meine Masterarbeit und besuchte das WGT. Wunderbare Menschen, Kultur, Musik, Spaß.Ich freue mich so sehr auf das nächste WGT und schaue noch immer gerne die Fotos an. Auch Berlin war asbolut fantastisch. Empfehlen kann ich auf jeden Fall das Kennedy Museum. Ein klein wenig abseits des Mainstream Tourismus. 


Juni
Im Juni hieß es: Volle Kraft voraus. Ich hatte Arbeitstage die über 18 Stunden gingen (übrigens hielt dieser Zustand von März bis September an), rannte hektisch hin und her und schaffte es schließlich mich unglaublich gut zu strukturieren um alles zu schaffen ohne dabei meine Freunde ganz zu vergessen. Ich wurde allerdings extrem wählerisch darin mit wem ich Zeit verbrachte und bin es seither immer noch. Menschen, die ein blödes Gefühl hinterlassen sind nicht mehr in meiner Freizeitgestaltung eingeplant, liebe Freunde in schwierigen Zeiten jedoch immer willkommen. Ich glaube nichts lehrt so gut Prioritäten zu setzen wie der Zustand absolut keine Zeit für Überflüssiges zu haben. Dementsprechend bin ich außerordentlich dankbar für diese Lektion des Jahres 2016. Hast du wenig Zeit so plane gut und nur mit Menschen, die du liebst. 

Juli
Im Juli stieg die Wahnsinnsparty bei meinen Eltern. Lauter Menschen aus allen Branchen die möglich sind kamen zusammen. Ein Pilot erzählte mir was gegen Flugangst hilft und erklärte das hübsche Frauen manchmal tatsächlich vorne im Cockpit mitfliegen dürfen (habe ich noch nicht ausprobiert), ich hatte eine großartige Kooperation mit der talentiertesten Fotografin, die ich kenne, fuhr zu meinem ersten Vorstellungsgespräch und genoss den Sommer so gut es zwischen Pendelei und Masterarbeit ging. 

August
Der August beginnt mit A wie Arbeit. Ich war im absoluten Endspurt meiner Masterarbeit, absolvierte  weitere Vorstellungsgespräche und reiste dafür quer durch Deutschland. Außerdem schloss ich mich bei meinen Eltern an der Ostsee ein um zu rechnen, zu schreiben und zu arbeiten was das Zeug hielt. Irgendwie habe ich es sogar noch geschafft meine Freunde zu treffen, in meinem Kalender stehen unzählige Verabredungen- aber fragt mich nicht wie ich das geschafft habe


September
Die Sache mit meiner künftigen Arbeitsstelle klärte sich. Von 4 Bewerbungsgesprächen, die ich absolverte, bekam ich in drei Fällen eine Zusage. Kein schlechter Schnitt für einen Anfänger. Ich entschied mich für Hannover, beendete meine Masterarbeit und gab sie tatsächlich planmäßig ab. 

Oktober

Im Oktober begann die kleine Freiheit. Meine Masterarbeit war beendet, meine Mutter feierte groß Geburtstag und ich nahm mir einige Tage Zeit um Luft zu holen. Außerdem durfte ich für Bastei Lübbe das fabelhafte Buch von Dania Dicken rezensieren und mir den Herbstwind um die Nase pusten lassen. Tatsächlich war ich recht viel am Meer und auf Wohnungssuche in Hannover - ein schwieriges Unterfangen wie sich herausstellte. 


November 
Quierrlig bunt und durcheinander war es dann wieder im November. Zunächst einmal ging es mit den Mädels nach London um dort bei der Harry Potter Studio plötzlich wieder elf Jahre alt zu sein und auf einen Hogwartsbrief zu warten. Dann begann die Packerei für den Umzug, ich hatte meine Abschlussfeier und ganz nebenher wurde ich ein Vierteljahrhundert alt, Dr. Ralf Friedrich schrieb in dieser hektischen Zeit einen Gastpost für mich und war sowieso das ganze Jahr hindurch eine Quelle der Inspiration und Lebensfreude. Zudem zog ich nach Hannover und stürzte mich in neue Abenteuer. Kaum znn u glauben, dass all dies erst einen knappen Monat her ist.



Dezember
Oh der Dezember. Ich begann zu arbeiten, ich lernte unzählige Menschen kennen und habe ein wenig Mühe atemtechnisch Schritt zu halten. Bis auf zwei Abende traf ich mich die ganze Zeit in Hannover mit neuen Leuten, fuhr sogar noch einmal kurz nach Leipzig, über Weihnachten an die Ostsee und lernte in einem Monat mehr über Neurowissenschaften als in meinem ganzen bisherigen Leben, begann mich politisch zu engagieren und suchte einen Chor auf, in dem ich nun fleißig mitsinge. Ich bin unglaublich dankbar für meine neue Stelle, all die vielen Menschen, die meine Landung in Hannover so wunderbar weich machten und die neuen Erfahrungen, die sich mir tagtäglich bieten. Das Leben bleibt spannend und voller Herausforderungen, aber ich bin unglaublich glücklich über alles was ich erlebt habe und was noch auf mich zukommt. 
Das Jahr 2016 lässt sich bei mir wohl am ehesten mit dem Satz "Volle Kraft voraus!" beschreiben. Noch nie habe ich in einem einzigen Jahr so viel erlebt, geschafft und bin so sehr gewachsen wie in dem vergangenen. Es ist unglaublich was für Möglichkeiten und Wege sich ergeben, was für wunderbare Menschen man kennen lernt und wie bunt und vielfältig das Leben ist, wenn man die Augen offen hält. Manche Dinge habe ich losgelassen, dafür sind andere Sachen in mein Leben getreten. Ich bin unendlich dankbar für alle Chancen und Möglichkeit und freue mich jeden Tag aufs Neue an den kleinen Dingen, die das Leben ausmachen- 
2017 - I'm ready und ich kann es kaum erwarten. 
Ich wünsche euch den schönsten Start in das kommende Jahr, hoffe ihr feiert mit all euren Lieben und habt eine wundervolle Zeit!
Liebste Grüße
Lotte

PS: Ich habe mich bewusst dazu entschieden das Jahr nicht politisch Revue passieren zu lassen. Wir alle kennen die Jahresrückblicke und Geschichten von 2016 und auch die Probleme des vergangenen Jahres. Diese sind mir ebenso bewusst wie euch, sie beschäftigen mich und ich werde in den kommenden Jahren hoffentlich meinen Teil dazu leisten um sie zu verkleinern. Allen, die eine schwere Zeiten im letzten Jahr erlebten, versichere ich: Ich bin in Gedanken bei euch, wünsche euch Kraft und Mut und wünsche euch von ganzem Herzen Halt in schweren Zeiten.

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