Direkt zum Hauptbereich

Glimore Girls 2.0 ein Wochenende in Hannover


Am letzten Wochenende bekam ich Besuch von meiner Mutter. Diese Besuch war schon geplant, bevor ich mich entschied zum Gänseessen an die Ostsee zu fahren und führte dazu, dass wir uns zwei Wochenenden hintereinander sahen. 
Zum Glück verstehen meine Mutter und ich uns fantastisch, sodass diese familiäre Nähe harmonisch und bilderbuchmäßig schön ablief. 

Seit bestimmt zwei Jahren hat meine Mutter mich nicht alleine besucht, sondern stets in Begleitung meines Vaters oder einer Freundin und so war es ganz zauberhaft einmal ein richtiges Mutter-Tochter Wochenende à la Gilmore Girls zu veranstalten. 

Wir aßen großartige Burger beim Lindenblatt Hannover, verdrückten Tränen bei dem Film "Die verborgene Schönheit" im wunderbaren Astor Kino, an dessen Wänden in manchen Sälen Bücherregale stehen (mit ECHTEN! Büchern), aßen Chamapgnertrüffel und lachten viel. 







Wir gingen in meiner Nachbarschaft spazieren, froren bei eisigen Temperaturen in der Stadt, tranken frisch gepressten Granatapfelsaft in der Markthalle und kauften Geschirrhandtücher, Schuhe und Kleidung. Gemeinsam genossen wir allerlei Köstlichkeiten aus der Feinkostabteilung, sahen "Verstehen Sie die Béliers" und lachten über alte Folgen der Gilmore Girls, wir beobachteten mein hauseignes Eichhörnchen und stellten Vermutungen über dessen Biorhythmus an, diskutieren Politik, Strickmuster und Kunst, gingen ins Sprengelmuseum und sahen uns dort einige ausgewählte Abteilungen an und genossen es einfach gemeinsam Zeit zu verbringen. 
Meine Mutter gehört zu den Frauen, die sehr aktiv sind, viel Freude verbreiten und wunderbare Komplimente machen (nicht nur zu mir als ihrer Tochter, sondern bei jedem). Dementsprechend war das Wochenende ein voller Genuss und eine absolute Freude. 

Ich bin sehr dankbar für dieses wunderschöne Wochenende und ganz besonders dafür, das meine Mutter und ich uns so gut verstehen, zusammen Quatsch machen können nur um dann im nächsten Augenblick ganz ernste Gespräche zu führen.
Macht ihr manchmal Mutter Tochter Wochenenden? Was unternehmt ihr mit euren Eltern?

Ich wünsche euch einen wundervollen Mittwoch 
Lotte

Kommentare

Beliebte Posts

Vom Heimweh oder vom guten Gefühl der Melancholie

Am letzten Wochenende war ich in Leipzig. Eine liebe Freundin von mir feierte eine große WG Party und ich traf mich außerdem mit Dr. Ralf Friedrich (seinen Gastbeitrag könnt ihr hier lesen), seiner wundervollen Freundin und dem nicht minder wunderbaren Hund Professor Lupin. 
Und ich bekam Heimweh.  Heimweh bekomme ich jedes Mal, wenn ich nach Leipzig fahre. So ein komisches Ziehen in der Bauchgegend und ein bisschen schlucken müssen, wenn ich nach Hannover zurück kehre.  Und irgendwie macht mich das immer ein bisschen unzufrieden. Denn, um ehrlich zu sein, ist das Jammern auf hohem Niveau. Schließlich ist es nicht so, dass ich zurück in die Hölle fahre, sondern zu lieben Freunden, einer Arbeit, die mir großen Spaß macht und so vielen Veranstaltungen, dass ich das Ganze auch locker in ein halbes Jahr packen könnte.  Und trotzdem ist es nicht einfach. Als ich nach Hannover zog dachte ich, es wäre vorbei mit Leipzig. Ein neuer Lebensabschnitt steht an und ich werde gar keine Zeit haben …

(W)Mut zur Veränderung?

Gestern brach in Hamburg das Inferno aus. Bilder, die eigentlich nicht so richtig hierher passten, strömten durch die sozialen Medien. Es gab riesige Aufschreie wer, wann, wie, warum angefangen hat und schuldig ist und mir verursachte das alles, um ehrlich zu sein, ein starkes Gefühl von Übelkeit. Und wisst ihr warum?
Weil, um ehrlich zu sein, das ganze Auto abbrennen, Brandsätze werfen und Leute zusammen schlagen das Niveau eines Zweijährigen hat, der das hübsche Spielzeug kaputt macht, weil es dem Nachbarskind gehört. Wobei, ich muss mich offiziell bei allen Zweijährigen entschuldigen, die sind nicht so.
Bin ich mit allem einverstanden, was die G20 veranstalten? Mag ich Donald Trump? Finde ich, dass wir keine Mitspracherechte haben sollten? NEIN.
Ich bin ein erklärter Freund der Demokratie. Ich stehe ein für Versammlungsfreiheit und das Recht zu demonstrieren. Ich stehe auf für die Menschenrechte und bin dafür, dass jeder Mensch unabhängig vom Status seiner Familie, seiner Religion,…

Montagsmotivation - Sei dein eigenes Einhorn

An diesem Wochenende stand viel unter dem Stern der Tierwesen. Ich kaufte ein Poster mit einem Einhorn in Therapie, traf einen Dinosaurier auf einer Party und wurde allseits für meine Tasche gefeiert, auf der ein Einhorn felsenfest behauptet: I don't believe in humans.
Warum ich euch das erzähle? Nun, ich habe ein wenig überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass etwas mehr Exzentrik in mein Leben gehört.
Seit ich aufgehört habe zu studieren und mein eigenes Geld verdiene, bin ich ein wenig angepasst geworden. Vor lauter neu sein und alles entdecken, habe ich mit einem Mal angefangen sehr viel Wert auf das Bild zu legen, das ich nach Außen präsentiere und versucht das ein wenig zurecht zu biegen. Allerdings habe ich dabei ein wenig vergessen, dass mich Angepasstheit eigentlich gar nicht ausmacht.. Denn ganz ehrlich? Ich mag mich eigentlich genauso wie ich bin. Mit einer festen Meinung ohne immer allen gefallen zu wollen und gemocht zu werden, mit all den Herr der Ringe Zitaten,…