Direkt zum Hauptbereich

Things need to change - eine kleine Challenge für 2017

Einer meiner unausgesprochenen Vorsätze für das Jahr 2017 war es weniger auf mein Handy zu starren und meine Zeit damit zu vergeuden das dreitausendsiebenhundertachtzigste Bild von Schokoladenkuchen auf Pinterest zu speichern.
Dieser Vorsatz ist allerdings gar nicht so leicht einzuhalten. Täglich fahre ich circa eine halbe Stunde mit dem Bus zur Arbeit und abends dann auch wieder zurück. Hinzu kommen Ausflüge in Richtung Hannoveranische Innenstadt, Fahrten zu meinen Eltern oder generelle Zeit, die ich in Bussen und Bahnen auf dem Weg durch die Weltgeschichte, damit verbringe mich über Käsesorten der Normandie seit 1843 in einem Internetforum zu informieren.
Kurz gesagt: Wartezeit wird von mir häufig damit ausgefüllt auf mein Telefon zu starren. Und als ich vor einigen Tagen in der Bahn saß, fiel mir auf, dass kaum jemand es anders macht.
Wir sitzen alle am Smartphone, kommen vom Hundertsten ins Tausendste und lassen uns permanent ablenken. Tatsächlich fiel mir bei meiner Beobachtung genau ein Mensch auf, der es anders machte. Es war ein Mann, ungefähr in meinem Alter, der statt auf sein Handy sehr konzentriert in ein Buch starrte. Und ganz ehrlich? Nie war mir jemand auf Anhieb so sympathisch und kam mir so interessant vor wie er. Sich in einem Moment, der eigentlich mit Warten verbracht wird, die Zeit mit einem Buch zu vertreiben ist etwas aus der Mode gekommen, jedoch eine fantastische Alternative zur Bildschirmzeit-
Und so habe ich beschlossen meine Zeit in Bus und Bahn nicht mehr mit meinem Handy, sondern stattdessen mit guter Lektüre zu verbringen.
Und , damit ich es auch wirklich mache, habe ich mir eine kleine Challenge ausgedacht. Dieses Jahr möchte ich jeden Monat mindestens zwei Bücher lesen und dann, am Ende des Monats über diese Bücher auf dem Blog berichten. Jeweils der letzte Freitag im Monat ist einem Buchbericht vorbehalten, in dem ich euch zwei Bücher aus allen Kategorien vorstelle. Mal werden es Sachbücher sein, mal Romane, mal kurz, mal lang, aber immer zwei Bücher. So möchte ich mich in Selbstdisziplin üben, wenn ich einmal wieder stundenlang am Telefon hänge und Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, einfach totschlage.

Papier ist geduldig, Bücher entführen in andere Welten, regen die Fantasie an und ganz nebenher tue ich auch noch ein bisschen was für meine Bildung.
Vor kurzem las ich diesen Artikel zum Thema Ruhe. Dass die meisten Probanden angaben sich am besten beim Lesen entspannen zu können, hat mich noch einmal in meiner Idee bestärkt.
An vielen Tagen in der Woche hetze ich von einem Termin zum anderen, ich gehe Arbeiten, treffe mich mit Freunden, habe soziale Verpflichtungen (von denen ich euch bald genaueres berichten werde), schreibe am Blog oder meinem Roman oder singe im Chor. Viel Zeit Zuhause ein Buch zu lesen bleibt da nicht, obwohl Lesen auch für mich die entspannendste Tätigkeit der Welt ist.
Aber wenn der Prophet nicht zum Berg kommt...
Dementsprechend freue ich mich auf meine Bücherchallenge 2017.
Ihr seid herzlich eingeladen mir eure Lieblingsbücher zu empfehlen, Vorschläge zu machen und fröhlich teilzunehmen.
Bis dahin wünsche ich euch den wundervollsten Mittwoch.
Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

  1. Was für ein wundervolles Vorhaben. Ich fahre ebenfalls täglich eine Stunde mit dem Zug und lese dabei meistens. Ausser es sitzt jemand nebenan mit einer so aufdringlichen Stimme, dass ich mich nicht mehr konzentrieren kann.... Ebenfalls lese ich oft während dem Frühstück (ausser die Katze setzt sich aufs Buch...) und manchmal gibt es einen Abend pro Woche,den ich ebenfalls lesend verbringe. Ich bin jedoch eine Schnellleserin und bin somit bereits am vierten Buch in diesem Jahr. Auch ich möchte in diesem Jahr mein Hobby vermehrt in den Blog einführen. Ich habe Anfang des Jahres bereits einige Bücher vorgestellt und werde ebenfalls immer Ende des Monats meine gelesenen Bücher zeigen :-)
    Ich wünsche dir viele wundervolle Lesestunden und bin gespannt in welche Welten du abtauchen wirst!
    Liebe Grüsse Alizeti

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hihi das mit der Katze klingt lustig :)
      Ich bin übrigens auch spätestens morgen mit Buch 2/3 fertig (wenn mein Weihnachtsbuch für dieses Jahr zählt ;) )
      Hab einen wundervollen Abend
      Lotte

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Anmerkungen und Kommentare :-)

Beliebte Posts

(W)Mut zur Veränderung?

Gestern brach in Hamburg das Inferno aus. Bilder, die eigentlich nicht so richtig hierher passten, strömten durch die sozialen Medien. Es gab riesige Aufschreie wer, wann, wie, warum angefangen hat und schuldig ist und mir verursachte das alles, um ehrlich zu sein, ein starkes Gefühl von Übelkeit. Und wisst ihr warum?
Weil, um ehrlich zu sein, das ganze Auto abbrennen, Brandsätze werfen und Leute zusammen schlagen das Niveau eines Zweijährigen hat, der das hübsche Spielzeug kaputt macht, weil es dem Nachbarskind gehört. Wobei, ich muss mich offiziell bei allen Zweijährigen entschuldigen, die sind nicht so.
Bin ich mit allem einverstanden, was die G20 veranstalten? Mag ich Donald Trump? Finde ich, dass wir keine Mitspracherechte haben sollten? NEIN.
Ich bin ein erklärter Freund der Demokratie. Ich stehe ein für Versammlungsfreiheit und das Recht zu demonstrieren. Ich stehe auf für die Menschenrechte und bin dafür, dass jeder Mensch unabhängig vom Status seiner Familie, seiner Religion,…

Vom Heimweh oder vom guten Gefühl der Melancholie

Am letzten Wochenende war ich in Leipzig. Eine liebe Freundin von mir feierte eine große WG Party und ich traf mich außerdem mit Dr. Ralf Friedrich (seinen Gastbeitrag könnt ihr hier lesen), seiner wundervollen Freundin und dem nicht minder wunderbaren Hund Professor Lupin. 
Und ich bekam Heimweh.  Heimweh bekomme ich jedes Mal, wenn ich nach Leipzig fahre. So ein komisches Ziehen in der Bauchgegend und ein bisschen schlucken müssen, wenn ich nach Hannover zurück kehre.  Und irgendwie macht mich das immer ein bisschen unzufrieden. Denn, um ehrlich zu sein, ist das Jammern auf hohem Niveau. Schließlich ist es nicht so, dass ich zurück in die Hölle fahre, sondern zu lieben Freunden, einer Arbeit, die mir großen Spaß macht und so vielen Veranstaltungen, dass ich das Ganze auch locker in ein halbes Jahr packen könnte.  Und trotzdem ist es nicht einfach. Als ich nach Hannover zog dachte ich, es wäre vorbei mit Leipzig. Ein neuer Lebensabschnitt steht an und ich werde gar keine Zeit haben …

Montagsmotivation - Sei dein eigenes Einhorn

An diesem Wochenende stand viel unter dem Stern der Tierwesen. Ich kaufte ein Poster mit einem Einhorn in Therapie, traf einen Dinosaurier auf einer Party und wurde allseits für meine Tasche gefeiert, auf der ein Einhorn felsenfest behauptet: I don't believe in humans.
Warum ich euch das erzähle? Nun, ich habe ein wenig überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass etwas mehr Exzentrik in mein Leben gehört.
Seit ich aufgehört habe zu studieren und mein eigenes Geld verdiene, bin ich ein wenig angepasst geworden. Vor lauter neu sein und alles entdecken, habe ich mit einem Mal angefangen sehr viel Wert auf das Bild zu legen, das ich nach Außen präsentiere und versucht das ein wenig zurecht zu biegen. Allerdings habe ich dabei ein wenig vergessen, dass mich Angepasstheit eigentlich gar nicht ausmacht.. Denn ganz ehrlich? Ich mag mich eigentlich genauso wie ich bin. Mit einer festen Meinung ohne immer allen gefallen zu wollen und gemocht zu werden, mit all den Herr der Ringe Zitaten,…