Direkt zum Hauptbereich

Danke Mr Eisenhower - wie To Do Listen entrümpelt werden

Es gibt so Zeiten, da wächst einem alles über den Kopf. Privat oder auch beruflich. Manchmal steht man einfach vor einem unglaublichen Berg an Aufgaben und weiß gar nicht wo man anfangen soll. Wie ihr wisst, bin ich ein großer Freund davon einen Gang zurück zu schalten und sich bewusst Zeit zu nehmen, für einen Spaziergang, eine Tasse Tee oder einen lauten Abend mit Freunden. Aber dennoch funkt das Leben manchmal derartig laut dazwischen, dass es gilt möglichst schnell und möglichst effektiv alles erdenklich abzuarbeiten. Und an dieser Stelle kommt ein Präsident ins Spiel. Das sogenannte Eisenhower Prinzip hilft nämlich spielend leicht Ordnung in die To Do Liste zu bringen und sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu fokussieren. Und, wenn man meinem guten Freund Dr. Ralf Friedrich glaubt, führt die Anwendung des Eisenhower Prinzips dazu, dass man schlagartig keinen überfüllten Terminkalender mehr hat (seinen Gastbeitrag könnt ihr hier nachlesen). Dabei ist die ganze Sache auch noch spielend einfach. 
Dafür nehmt ihr einfach eure "normale" To Do Liste und teilt sie in vier unterschiedliche Kategorien auf.


A: Wichtig und Dringend 

Hier wird alles gesammelt, was für euch persönlich wichtig ist und schnell erledigt werden muss. 
Zum Beispiel eine Arbeit, die für eure Karriere wichtig ist und die eine bestimmte Deadline beinhaltet, die bald abläuft. 


B: Wichtig und nicht Dringend
Alles was für eure persönlichen Lebensziele und Pläne wichtig ist, aber im Moment nicht so sehr eilt schreit ihr in diese Kategorie. Das wäre beispielsweise ein Lebenslauf, den ihr überarbeiten könnt oder der Einkauf für die nächste Woche, wenn der Kühlschrank noch für die nächsten Tage gefüllt ist. 

C: Dringend und nicht wichtig
Alles, was dringend erscheint, aber nicht wirklich wichtig für euch ist. Mit diese Kategorie tue ich mich was Beispiele angeht ein wenig schwer. Um ehrlich zu sein nutze ich diese Kategorie beinahe nie, da ich streng minimalstisch dafür sorge mich beinahe ausschließlich mit Dingen zu beschäftigen, die mir persönlich wichtig sind (ich alter Angeber). Prinzipiell fallen hierunter Dinge, die man an andere delegieren kann. Vielleicht wäre es den Hausputz mit dem nötigen Kleingeld eben nicht selbst zu erledigen, sondern jemanden dafür zu bezahlen dies zu tun. Oder eben einen gesunden Müsliriegel zu kaufen anstatt selbst einen herzustellen (wobei ich hier raus bin - ich liebe es zu sehr selbst zu kochen). Oder 

D: Nicht Dringend und nicht Wichtig

Das ist meine Lieblingskategorie, denn hier kann ich rigoros sein. Alles, was weder dringend noch wichtig ist wandert in den Müll und zwar ohne noch einmal darüber nachzudenken. Das ist großartig und macht viel Spaß. Kategorie D erleichtert das Leben ungemein und befreit herrlich. 
Warum sollte man seine Zeit mit Dingen verschwenden, die weder wichtig noch dringend sind und entsprechend hektisch durch die Gegend flitzen. Mein liebstes Beispiel hierfür ist es Zeit mit Menschen zu verbringen, die ich nicht mag und die mich auch nicht mögen. Treffen nach denen man sich nicht gut fühlt- ganz klar Kategorie D und somit: einfach sein lassen ;)




Tatsächlich bin ich dazu übergegangen meine To Do Listen in diese Kategorien einzuteilen und siehe da: Prioritäten sind plötzlich ganz anders. Von den Dingen, die weder wichtig noch dringend sind kann ich eine Menge streichen und ihr glaubt gar nicht, wie sehr das eine To Do Liste entlasten kann. Ich gebe zu, an der C Kategorie muss ich noch ein wenig arbeiten, aber ich denke mit der Zeit werde ich auch das besser hinbekommen. Und ganz ehrlich? Es ist schon ein unglaublich gutes Gefühl. Natürlich gibt es immer Zeiten, die unglaublich voll sind. Sei es bei einem Umzug, einer wichtigen Aufgabe bei der Arbeit oder auch im privaten Kontext. Daran ändert auch das Eisenhower Prinzip nichts, aber - und das ist ja auch schon mal was - es erleichtert ungemein dabei den Überblick zu behalten.
Was macht ihr, wenn Aufgaben und Termine nur so über euch hinein brechen? Klassische Verdrängungstaktik oder habt ihr ein System?
Ich wünsche euch einen großartigen Start in eine wunderbare Woche
Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

Beliebte Posts

Bücherliste Januar

Irgendwie ist der Januar wahnsinnig schnell vorbei gegangen und gleichzeitig fühlte er sich an wie eine Ewigkeit. Büchertechnisch sah der Beginn des Jahres eher mau bei mir aus. Ich habe ganze drei Bücher gelesen und mich irgendwie auch sonst im Januar ein bisschen verzettelt.
Ich glaube für mich beginnt das neue Jahr offiziell im Februar und ich zähle den Januar einfach als Testphase. Die drei Bücher der Testphase stelle ich euch natürlich trotzdem vor.



1. Der Report der Magd von Margaret Atwood Das Buch ist vor kurzem als Serie verfilmt worden und hat mehrere Emmys sowie zwei Golden Globes gewonnen. Leider kann ich dazu gar nichts sagen, da die Serie in Deutschland nur bei EntertainTV ausgestrahlt wird. Das Buch fand ich sehr bedrückend. Ich habe ja ein Faible für Dystopien und "Der Report der Magd" ist im wahrsten Sinne des Wortes dystopisch.  Was mich allerdings störte sind die Kritiken, die das Buch mit Orwell oder Huxley gleichzusetzen versuchten. Während die beiden Aut…

Mehr von dem guten Zeug bitte

Am Wochenende, während der Schnee die Welt ein bisschen weiß zauberte, kuschelte ich mich in Worte und Geschichten wie in eine warme Decke. Ich habe begonnen das erste Buch von Charlotte Eriksson zu lesen, ein Buch um das ich seit einem Jahr herum schlich. Gleich die ersten Sätze verzauberten mich und ich musste sie gleich allen möglichen Menschen schicken.  Ich las auch in "The Sun and her Flowers" von Rupi Kaur - noch so ein Buch, das ich schon ewig lesen wollte (und ja, ich muss dringend auch noch "Milk and Honey" dazu kaufen) und irgendwie bin ich gerade sowieso sehr sprach- und wortverliebt. Es gibt ja so Zeiten, gerade im Winter, da können Worte durchaus viel bewegen und verändern. 
Ich habe, während ich all die Gedichte und Geschichten las - und ich gebe zu das habe ich die ganze letzte Woche gemacht, wenn ich Zeit dafür fand-  gespürt wie ich innerlich ruhiger wurde und mir über viel Dinge klar wurde.  Und auf einmal führt dieser Post in eine völlig andere…

Weihnachtsgrüße

Die Sache mit Weihnachten ist die: Wir haben unzählige Erwartungen an die Stimmung, an das Fest, an die Geschenke, an das Essen und die lieben Verwandten. Wir erwarten Schnee, Kälte, Romantik und das perfekte Ambiente für eine heimelige Kulisse.
Irgendwie muss alles perfekt sein, klappt ja auch bei all den Bloggern. Die haben schließlich nie Streit am Weihnachtsmorgen, der Baum ist perfekt dekoriert und alle sind immer schön. Also bitte her mit der Perfektion, die sich wie eine Tube Honig über die nächsten Tage ergießt und alles im Keim erstickt, was annähernd gut sein könnte. Steinbeck hat einmal geschrieben "Now that you don't have to be perfect you can be good"  In diesem Sinne wünsche ich euch keine perfekten Weihnachten, keine perfekt angezogenen Menschen, kein perfektes Essen, das erst einmal vier Stunden bewundert und fotografiert werden muss, und keine sich perfekt benehmenden Kinder.  Stattdessen wünsche ich euch Freude, Ausgelassenheit und eine tüchtige Portion…