Direkt zum Hauptbereich

Vom Vorteil der Arbeit und Meal Prep

Wisst ihr was einer der Vorteile ist, wenn man Geld verdient? Ich kann plötzlich wirklich Dinge kaufen, an die vor wenigen Monaten noch gar kein Denken war. Ich rede dabei nicht von Chanelhantsächchen oder ähnlichem Brimborium, sondern wirklich gutem echten Bioessen. Das macht sich besonders bei meinem Fleisch und Eikonsum bemerkbar. Tatsächlich waren das die Dinge auf die ich im Studentenleben weitgehend verzichtet habe. Einfach, weil ich nicht das Geld hatte die Produkte zu kaufen, die ich unterstützen wollte. Auch jetzt geht das nicht jeden Tag, aber ich verzichte lieber mehrere Tage auf üppigen Konsum (kenne ich ja aus Studentenzeiten) und kaufe dafür dann entsprechend teureres Fleisch in bester Bioqualität. 
Und ganz ehrlich, es macht einen Unterschied. 
Von dem gekauften Fleisch esse ich übrigens auch mehrere Tage. Und das, obwohl es vielleicht nur ein Hühnerschenkel ist. Der Trick dabei? Wie üblich: Meal Prep. 
Mit dem richtigen Rezept, einem großen Schmortopf und ein bisschen Hilfe von Jamie Oliver verwandelt sich ein simples Hühnerbein nämlich locker in drei köstliche Mittagessen. Allerdings schmeckt das Gericht auch ohne Fleischeinlage fantastisch und ich koche es in unterschiedlichsten vegetarischen Variationen ebenfalls mit dem grüßten Vergnügen.
Und weil ihr ja auch gerne in den Genuss von köstlichem Essen kommen sollt, habe ich euch meine Variation des (Hähnchen)Schmortopfes einfach mal mitgebracht. 


(Hähnchen)Schmortopf mit Süßkartoffeln (ca 3 Portionen)


Das braucht ihr: 
1 Hähnchenschenkel (optional)
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
2 große Süßkartoffeln (grob gewürfet)
1 Packung Champignons (Stiele abgeschnitten)
eine Hand voll frisch gehackten Rosmarin
200 ml Rotwein
2 Dosen stückige Tomaten
1 Lorbeerblatt
nach Wunsch schwarze Oliven (hatte ich nicht da)
einen großen Schmortopf


Das macht ihr
Heizt euren Backofen auf 180°C Umluft vor.  
Bratet Knoblauch und Zwiebeln sanft mit etwas Olivenöl im Schmortopf an und gebt die Rosmarinnadeln hinzu. Gebt dann die Süßkartoffeln und das Hähnchenbein hinzu und bratet alles weiter an. Anschließend löscht ihr alles mit dem Rotwein ab und fügt die Tomaten hinzu. Füllt die Dosen der Tomaten zur Hälfte mit Wasser und gebt dieses ebenfalls mit in den Topf. Wer mag kann nun die Oliven mit hinzufügen. Als letztes werden die Champignons in den Topf gegeben. Anschließend kommt der Schmortopf für circa eine Stunde in den Backofen bis die Sauce dickflüssig und das Gemüse butterweich geworden ist. Bei dieser Art des Garen fällt das Fleisch, falls ihr es verwenden möchtet,am Ende scheinbar vom Knochen, ist wunderbar zart und einfach fantastisch. 

Das Essen passt wunderbar zu ein paar Vollkornreisnudeln, wie auf den Bildern,  oder auch einfach zu frischem Vollkornbrot. Es schmeckt aber auch pur fantastisch. Großartig daran finde ich, dass sich das Gericht quasi von alleine kocht sobald alle Zutaten vereint sind und man sich nicht großartig darum kümmern muss.Dafür werde ich locker drei Tage von diesem Essen satt. Besser geht es doch gar nicht, oder?
Ich wünsche euch einen herrlichen Mittwoch

Liebste Grüße
Lotte

Kommentare

Beliebte Posts

Vom Heimweh oder vom guten Gefühl der Melancholie

Am letzten Wochenende war ich in Leipzig. Eine liebe Freundin von mir feierte eine große WG Party und ich traf mich außerdem mit Dr. Ralf Friedrich (seinen Gastbeitrag könnt ihr hier lesen), seiner wundervollen Freundin und dem nicht minder wunderbaren Hund Professor Lupin. 
Und ich bekam Heimweh.  Heimweh bekomme ich jedes Mal, wenn ich nach Leipzig fahre. So ein komisches Ziehen in der Bauchgegend und ein bisschen schlucken müssen, wenn ich nach Hannover zurück kehre.  Und irgendwie macht mich das immer ein bisschen unzufrieden. Denn, um ehrlich zu sein, ist das Jammern auf hohem Niveau. Schließlich ist es nicht so, dass ich zurück in die Hölle fahre, sondern zu lieben Freunden, einer Arbeit, die mir großen Spaß macht und so vielen Veranstaltungen, dass ich das Ganze auch locker in ein halbes Jahr packen könnte.  Und trotzdem ist es nicht einfach. Als ich nach Hannover zog dachte ich, es wäre vorbei mit Leipzig. Ein neuer Lebensabschnitt steht an und ich werde gar keine Zeit haben …

(W)Mut zur Veränderung?

Gestern brach in Hamburg das Inferno aus. Bilder, die eigentlich nicht so richtig hierher passten, strömten durch die sozialen Medien. Es gab riesige Aufschreie wer, wann, wie, warum angefangen hat und schuldig ist und mir verursachte das alles, um ehrlich zu sein, ein starkes Gefühl von Übelkeit. Und wisst ihr warum?
Weil, um ehrlich zu sein, das ganze Auto abbrennen, Brandsätze werfen und Leute zusammen schlagen das Niveau eines Zweijährigen hat, der das hübsche Spielzeug kaputt macht, weil es dem Nachbarskind gehört. Wobei, ich muss mich offiziell bei allen Zweijährigen entschuldigen, die sind nicht so.
Bin ich mit allem einverstanden, was die G20 veranstalten? Mag ich Donald Trump? Finde ich, dass wir keine Mitspracherechte haben sollten? NEIN.
Ich bin ein erklärter Freund der Demokratie. Ich stehe ein für Versammlungsfreiheit und das Recht zu demonstrieren. Ich stehe auf für die Menschenrechte und bin dafür, dass jeder Mensch unabhängig vom Status seiner Familie, seiner Religion,…

Montagsmotivation - Sei dein eigenes Einhorn

An diesem Wochenende stand viel unter dem Stern der Tierwesen. Ich kaufte ein Poster mit einem Einhorn in Therapie, traf einen Dinosaurier auf einer Party und wurde allseits für meine Tasche gefeiert, auf der ein Einhorn felsenfest behauptet: I don't believe in humans.
Warum ich euch das erzähle? Nun, ich habe ein wenig überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass etwas mehr Exzentrik in mein Leben gehört.
Seit ich aufgehört habe zu studieren und mein eigenes Geld verdiene, bin ich ein wenig angepasst geworden. Vor lauter neu sein und alles entdecken, habe ich mit einem Mal angefangen sehr viel Wert auf das Bild zu legen, das ich nach Außen präsentiere und versucht das ein wenig zurecht zu biegen. Allerdings habe ich dabei ein wenig vergessen, dass mich Angepasstheit eigentlich gar nicht ausmacht.. Denn ganz ehrlich? Ich mag mich eigentlich genauso wie ich bin. Mit einer festen Meinung ohne immer allen gefallen zu wollen und gemocht zu werden, mit all den Herr der Ringe Zitaten,…