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Gesunde Brownies mit Karamell? Ja, das geht.

Ohhh ich muss gestehen, in den ersten Monaten hier in Hannover habe ich gesunde und ausgewogene Ernährung sträflich vernachlässigt. Ich habe in der Kantine gegessen, die Keksdose im Büro geplündert und dafür gesorgt, dass bei mir Zuhause stets eine Daimtorte vorhanden war.
Dann war Weihnachten.
Irgendwann Ende des letzten Jahres habe ich dann festgestellt, dass ich mich dauerhaft müde und unwohl fühle, und irgendwie ganz schön in Richtung Zucker tendiere sobald es ums Essen geht.
Also habe ich ein paar Entscheidungen getroffen und versucht meine Ernährung wieder auszugleichen. Ich bin kein Fan von Diäten, ganz im Gegenteil, und nach einem langen Arbeitstag greife ich auch mal in die Keksdose im Büro, aber trotzdem versuche ich mehr gesunde Lebensmittel in den Alltag zu integrieren.
Ich finde es immer etwas leichter Ziele zu haben, die etwas einschließen anstatt negativ formulierte Ziele, die etwas begrenzen- Dementsprechend war mein Ziel für das neue Jahr: Ich möchte mehr gesunde Nahrungsmittel in mein Leben integrieren. (Im Gegensatz zu: Ich will nie wieder irgendetwas Ungesundes essen - das ist eh zum Scheitern verurteilt, wenn ihr mich fragt). 
Das einzige Problem an der ganzen Sache? Manchmal möchte ich wirklich, wirklich, wirklich einen Brownie. Und zwar einen, der auch wie ein Brownie schmeckt und nicht wie eine glutenfreie, zuckerfreie, halbfett Lösung. Natürlich, wenn ich etwas wirklich möchte, dann esse ich es einfach. Trotzdem ist es großartig einen fantastischen Brownie zu haben, der meinen Vorsatz gesunde Nahrungsmittel in den Speiseplan zu integrieren auch noch in Ansätzen erfüllt.
Das ist sozusagen eine Win Win Win Situation da, 1. lecker, süß und perfekt, 2. gesunde Lebensmittel integriert und 3. kein Verbot etwas zu essen, das ich wirklich will. Und damit ihr natürlich auch etwas von der ganzen Sache habt, stelle ich euch heute meine absolute Überversion von Karamell Brownies vor, die jeden süßen Zahn glücklich machen und dabei etwas gesünder sind als das Original aus dieser einen großen Kaffeekette, bei der eh niemand Kaffee kauft ;)

Karamell Brownies für starke Nerven

Die Brownies: 

Ich habe einen Teig nach diesem Rezept gemacht, jedoch den Ahornsirup komplett weg gelassen 

Das Karamell

Das braucht ihr

160ml Kokoscreme (das ist die dicke Schicht, die ihr auf der Kokosmilch aus der Dose findet. Sie wird mehr, wenn ihr die Kokosmilch einige Zeit im Kühlschrank aufbewahrt)
2 EL Ahornsirup 
4 EL Erdnussmus (gibt es in der Drogerie. Ich verwende Erdnussmus und nicht Erdnussbutter, weil das Mus zuckerfrei ist)
1 TL gemahlene Vanille
3/4 Teelöffel Salz

Das macht ihr

Zunächst wird die Kokoscreme geschmolzen. Dann fügt ihr die übrigen Zutaten hinzu, lasst es schmelzen und danach abkühlen.
Fertig ist euer Karamell. 

Um die Brownies zu backen nehmt zunächst eine Hälfte des Teigs und streicht ihn sanft in die Form. Verteilt darauf die Hälfte des Karamells und bedeckt dies wieder mit Teig. Zum Abschluss wird das restliche Karamell verstrichen und mit einer Gabel in Schlangenlinien in den Teig gezogen. 
Gebt alles für ca. 20 Minuten in den Ofen et voilà fertig sind die perfekten Brownies.
Ich mache gerne eine Portion, die ich dann einfriere und am Abend aufbacke. Dafür lasse ich den Teig etwas kürzer im Ofen. Dadurch sind die Brownies nach dem Aufbacken nicht so trocken. 


Fantastisch schmeckt das süße Gebäck übrigens in Kombination mit der sogenannten "Golden Milk". Dem neusten Trend im Bereich Clean Eating. Dabei handelt es sich um heiße Milch mit einer Mixtur aus Kurkuma, Ingwer, Zimt und Pfeffer- einfach köstlich. 

Habt ein wundervolles Wochenende
Liebste Grüße
Lotte

PS: Die Psychologie Heute ist weit davon entfernt ein wissenschaftliches Journal zu sein, aber diese Ausgabe ist wirklich gut geworden. Ich mag die Zeitschrift wirklich gerne. Sie bringt mich häufiger auf Ideen, macht Spaß und ist leicht verständlich. Ein großer Pluspunkt ist, dass sie sich beinahe immer auf Forschungshintergründe beziehen und Stichprobengrößen angeben. ;)

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