Direkt zum Hauptbereich

Montagsmotivation: Höher, schneller, besser

Vor einiger Zeit las ich das Buch "Wie Sie unvermeidlich glücklich werden" von dem bekannten Psychiater Manfred Lütz. Darin beschrieb er die folgende kleine Geschichte: Zum Geburtstag seiner Töchter, die 16 und 18 wurden, hielt er eine kleine Ansprache. Darin sagte er: "Ich wünsche Euch viel Glück, aber keinen Erfolg im Leben. Den braucht man nicht zu haben. Ihr sollt die Fähigkeiten, die Ihr mitbekommen habt, fleißig einsetzen. Ob man damit dann Erfolg hat, hängt von so vielen Zufällen ab. Das ist nicht wirklich wichtig"
Im ersten Moment klingt das ja ein wenig paradox. Ein Vater, der seinen Kindern keinen Erfolg wünscht. Bei genauerer Betrachtung gefiel mir dieser Ausspruch jedoch immer mehr.
Wir leben in einer Welt der Selbstoptimierung. Alle müssen erfolgreich und produktiv sein und am besten sehr viel Geld verdienen. Unser Credo ist: Wenn du nur fleißig genug bist, dann wirst unweigerlich Erfolg haben.
Das muss aber gar nicht so sein. Tatsächlich hat Lütz recht, wenn er sagt dies hänge von vielen Zufällen ab. Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und dann auch noch die richtigen Menschen treffen.
Ich bin kein Freund davon den ganzen Tag faul auf dem Sofa zu sitzen, im Gegenteil ich bin gerne fleißig und produktiv und ja, ich habe auch Erfolge erlebt. Trotzdem finde ich den Ansatz nicht zuallererst nach Erfolg, sondern nach dem Nutzen seiner mitgegebenen Fähigkeiten zu streben viel  schöner. Denn auch wenn sich kein Erfolg einstellt, haben wir immer noch die Verantwortung unsere Fähigkeiten auf die bestmögliche Weise zu nutzen und damit auch andere Menschen zu bereichern.
Besonders schön hat Albert Einstein das in einem Zitat zusammen gefasst.
Ich wünsche euch einen wundervollen Start in die neue Woche
Liebste Grüße
Lotte

PS: Das Buch von Manfred Lütz ist eine Art "Anti Ratgeber" und wirklich enorm lesenswert.

Kommentare

Beliebte Posts

Aktuelles

zum #metoo ist inzwischen so viel geschrieben und gesagt worden, dass ich das Gefühl habe auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, wenn ich darüber schreibe.
Deswegen möchte ich heute gar nicht meine eigenen Worte verwenden, sondern die von Najwa Zebian, die mich vor einigen Wochen mit einem wunderbaren TED Talk beeindruckte und die genau die richtigen Worte zur aktuellen Debatte fand. 

Your story. I know that they make you Doubt Yourself. But let me tell you this. I believe you. I hear you. I honour your story. I salute the hero in you. I commend the courage in you. I stand with the heart in you. You are brave. Don’t you ever doubt that. You are strong. Don’t you ever give up. It’s okay to be tired. But do not give up. It’s okay to be tired. But do not give up. It’s okay to feel the pain. But do not let the pain overtake you. You Overtake It. You owe it the survivor in you. You owe it to the fighter in you. To get back up. To stand tall. And say, I am a hero. I am a survivor. I am a ch…

Selbstfürsorge rulez...

Wisst ihr noch, wie ich letzten Montag 3 Zeilen als Montagsmotivation schrieb? Das lag an mir. Ich war ein Esel.
Zwei Wochen ungefähr lief ich schon mit ziemlich fiesen Schmerzen durch die Gegend. Ich habe mir eingeredet, dass alles gar nicht so schlimm sei, ich mich ein bisschen anstellen würde und sowieso bin ich überhaupt immer viel zu zimperlich.
Bis ich dann am Samstag erst beim kassenärztlichen Notdienst und dann eine Weile in der Notaufnahme abhing, weil ich eine Infektion verschleppt hatte. Yay, so muss das sein.
Clever wie ich war hatte ich alle STOPP Schilder meines Körpers ignoriert, konsequent weitergearbeitet und mich immer wieder davon überzeugt, dass ich natürlich Höchstleistung von mir zu erwarten habe. Bis nichts mehr ging.
Es hätte mir eine Warnung sein können, als ich am Donnerstag eine Verabredung absagte, weil mir vor Schmerzen ein wenig schwarz vor Augen wurde (nach 11 Stunden arbeiten). War es aber nicht, weil ich in meiner grenzenlosen Selbstüberschätzung dachte…

No Risk - no Fun?

Nachdem mich in der Woche einige Besorgnis erreichte - ja, ich lebe noch, aber ich war ein bisschen angeschlagen und habe es nicht geschafft Posts für dich Woche vorzubereiten-  meldet sich Lotte Fuchs zurück zum Dienst.  Schließlich ist Montag und dementsprechend Zeit ein wenig motiviert in die Woche zu starten. 

Vor kurzem saß ich mit einer Freundin zusammen, die ich wirklich sehr schätze. Obwohl wir uns noch nicht einmal ein Jahr kennen, ist sie mir unglaublich ans Herz gewachsen. Dazu kommt, dass sie ein Mensch ist, der in Krisensituationen das Talent besitzt die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Solche Menschen sind in Gold nicht aufzuwiegen. Besagte Freundin hatte vor kurzem den Ausspruch des Jahres für mich:  "Was wäre jetzt das Schlimmste, das passieren kann? Dann wird eben mal irgendein Herz gebrochen. SO WHAT?"  Nachdem sie sich von ihrem Ausbruch beruhigt hatte, mussten wir beide ein wenig lachen. Nicht, weil gebrochene Herzen so witzig wären, so…