Direkt zum Hauptbereich

Nach den Sternen greifen - Ein inspirierender Film

Vor einigen Tagen war ich im Kino. Ganz allein mit mir. Ich liebe es alleine ins Kino zu gehen. Fragt mich nicht warum, aber für mich ist das der Inbegriff von Luxus. Meistens kaufe ich mir dazu eine kleine Tüte Popcorn und genieße diese Momente für mich.
Wenn der Film dazu auch noch gut ist, dann ist es natürlich nur umso schöner.
Mein letztes Kinodate mit mir selbst beinhaltete tatsächlich einen Film, den ich unglaublich gut fand und hiermit jedem ans Herz legen möchte:
Hidden Figures behandelt die Rolle von afroamerikanischen Frauen bei der NASA. Anhand der Geschichte von drei Freundinnen, wird dezidiert geschildert welche Rolle diese Damen bei der Entwicklung der Raumfahrt in den 60er Jahren spielten und wie schwer es für sie war ihre Position zu finden.
Ähnlich wie der Film "The Help" spiegelt der Film eine Gesellschaft wieder, die eine strenge Trennung zwischen afroamerikanischer Bevölkerung und "Den Weißen" betreibt und andererseits auf die Hilfe und Kompetenz jener angewiesen ist, die sie so gerne an den Rand ihrer Gesellschaft drängen. Immer wieder gibt es jedoch ein Auflehnen der NASA Beschäftigten und zwar in alle Richtungen. Während die Einen ihre Vorurteile verteidigen, setzten sich andere für die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz ein. Der beste Satz des Films war dabei übrigend dieser:


Und auch wenn es jetzt wie ein Klischee klingen mag, der Tenor dieser Zeit ist etwas, das wir noch immer auf den Straßen hören. Nicht nur in Amerika, sondern, zu meinem Entsetzen, auch hier.
Hiddn Figures porträtiert nicht nur die Lebensgeschichte von drei Frauen und transportiert die Liebe zur Mathematik, er ist dabei auch aufwühlend, aufrüttelnd und hinreißend mit genau der richtigen Prise Humor. Wie die drei Frauen sich ihren Platz erkämpfen und dabei nicht aufgeben ist nicht nur inspirierend und bewundernswert, sondern insbesondere großartig, weil ihre Geschichte auf Tatsachen beruht.

Wenn ihr also demnächst einen Kinoabend plant: Hidden Figures wäre eine gute Wahl.
Ich wünsche euch einen wundervollen Mittwoch
Lotte

Kommentare

Beliebte Posts

Weg mit den Mythen

Der folgende Post ist das Gegenteil von einfach. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte und das liegt unter anderem daran, dass er so privat ist wie bisher wenig auf meinem Blog. Viele Dinge behalte ich für mich, sie passen nicht hier herein, aber ich denke in diesem Fall sollte es das. Und nachdem inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, denke ich: einfach machen.
Der heutige Post ist weniger Montagsmotivation als vielmehr Aufklärung und dafür möchte ich eine Geschichte voran stellen. Als ich noch jung und um einiges naiver war als heute, hatte ich Besuch. Der Freund einer lieben Freundin kam nach Leipzig und übernachtete bei mir. Sein enttäuschter Blick, als ich ihn auf dem Sofa einquartierte sprach Bände, aber ich hatte das Gefühl damit genau das richtige Signal gesetzt zu haben. Wir verbrachten ein angenehmes Wochenende miteinander, von seinen andauernden Beschwerden über das Sofa einmal abgesehen. Er erzählte mir viel von seinem Kampfs…

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Ein Hoch auf die Frauen

Während ich den Titel des heutigen Blogposts lese, muss ich ein bisschen schmunzeln. Das Ganze klingt recht pathetisch. Vielleicht durchaus zurecht.  In den letzten Monaten und Jahren habe ich nämlich eine Sache festgestellt: Freundinnen sind unbezahlbar.  Sie sind für dich da, wenn du zum tausendsten Mal einen Abend durchgehst um festzustellen, was das nun alles zu bedeuten hat, nehmen dich in den Arm, wenn gerade mal alles schief läuft, ziehen dich mit Typen auf, indem sie Gänsblümchenblätter für dich zupfen, machen Unfug mit dir, leihen dir ihre Ohr, ihr Kleid oder sogar ihre Schulter zum ausweinen und holen dich auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn du mal wieder abhebst.  Kurzum: Sie sind einfach das Salz in der Suppe.  Irgendwie haben wir Damen uns einreden lassen, dass die einzige Beziehung, die wirklich zählt, die mit deinem sexuellen und/oder Lebenspartner ist. Was wir dabei vergessen: Zwischen allen Beziehungen, den lärmenden Liebschaften und auf und ab sind die Freundin…