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Montagsmotivation - Was ist mir meine Lebenszeit wert?

Während ihr diesen Post lest, bin ich auf einer Konferenz in Prag und genieße hoffentlich den großartigen Austausch mit vielen Wissenschaftlern. Deswegen ist dieser Post von recht langer Hand vorbereitet, er geisterte mir allerdings so durch den Kopf, dass ich ihn unbedingt für euch schreiben wollte, auch wenn es vielleicht etwas trivial erscheinen mag.
Vor einiger Zeit stellte ich fest, dass ich immer genervter davon war meinen Abwasch zu erledigen. Ich habe eine offene Küche (das könnt ihr bei dieser Wohnungstour sehr schön sehen) und herumstehender Abwasch gibt entsprechend sofort das Gefühl die ganze Wohnung sei unaufgeräumt und nicht schön. (Hallo Zwang - ich mag dich ja auch)
Inzwischen wohne ich seit 6 Monaten in Hannover und habe neben einem Job, sozialem Engagement, dem Blog und einem festen Sporttraining, recht wenig Zeit zur freien Verfügung. Diese wenige Zeit verbringe ich gerne mit Freunden oder mit einem guten Buch auf dem Sofa oder auch einfach mal schlafend. Jeden Tag zusätzlich eine halbe Stunde in meinen Abwasch zu investieren passt leider nicht so gut in das Konzept. Also bleibt er stehen, es sieht unordentlich aus und ich bin genervt. Das Ganze seit ungefähr 6 Monaten. Bis zu dem Moment, in dem mir eine Sache klar wurde. Meine Lebenszeit ist gar nicht in Geld aufzuwiegen. Nichts, ganz ehrlich nichts ist so kostbar für mich, wie meine Zeit auf dieser Welt. Und die ist nun einmal begrenzt. Also stellte ich mir die Frage: Ist dieses ständige Abwaschen/nicht abwaschen und sich dann blöd fühlen wirklich meine Lebenszeit wert? In dem Moment als ich mir diese Frage stellte musste ich ein bisschen lachen. Denn die Lösung war vergleichsweise einfach. "Nein. Und deswegen kaufe ich mir jetzt eine Spülmaschine" Und nachdem ich diese Entscheidung getroffen hatte, war es ziemlich simpel mein "Problem" zu lösen. Ich ging an mein Sparkonto, entschied, dass ich nicht alle geplanten Urlaube im Jahr brauche, sondern einige absolut ausreichend sind, hob das Geld ab, ging in einen Laden in Hannover, der sehr günstig gute und zum Teil gebrauchte Elektrogeräte anbietet und kaufte eine Spülmaschine. Sie wurde am selben Tag geliefert und meine heiße und innige Liebe zu ihr, macht sich bereits jetzt bezahlt. Fortan ist meine Küche ordentlich, ich muss mich nicht mehr über mich selbst ärgern, biete all meinen Besuchern augenblicklich zwei Teller an (schließlich kann sich ja jetzt die Spülmaschine darum kümmern und wer will schon Nudeln und Tomatensauce von einem gemeinsamen Teller essen?!) und freue mich jeden Tag.

Natürlich soll dieser Blogpost keine Werbung für Spülmaschinen sein, vielmehr soll es einen kleinen Denkanstoß geben.
Wo investierst du Lebenszeit, die du viel lieber anderweitig nutzen würdest? Wo sind einfache Lösungen, die den Alltag augenblicklich leichter und entspannter machen? Wo liegt eine Lösung auf der Hand? Was sind die Dinge, die du seit langem mit dir herum schleppst, obwohl du es gar nicht musst?
Manches ist einfach Gewohnheit. Ich war so gewohnt mich über den täglichen Abwasch zu ärgern, dass ich gar nicht verstand wie leicht eine Lösung ist. Und ich kann mir vorstellen, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht.
Ich wünsche euch den wunderbarsten Start in die Woche
Liebste Grüße aus Prag
Lotte

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