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Dienstagsmotivation: A social Life?

In den letzten Tagen habe ich viel über soziale Medien nachgedacht und darüber, wie sie unseren Alltag beeinflussen. Dass wir über unsere Accounts bei Instagram und Co einen gewissen Filter legen, ist denke ich jedem von uns bewusst. Ich mache das nicht anders. Gar nicht unbedingt, um zu zeigen wie perfekt mein Leben ist, sondern, weil ich in Momenten in denen ich verheult auf meinem Sofa sitze oder mich streite eher selten auf die Idee komme jetzt ein Foto zu machen. Wir kreieren eine Marke, ein Bild, eine Idee von uns. Ganz so, wie wir gerne sein würden. Halten die Momente fest, die uns besonders schön, stilvoll oder glanzvoll erscheinen und posten diese dann auf unseren Accounts. Das ist völlig in Ordnung und ich bin mir sicher niemand möchte ein Bild von mir als verheultem Waschbär sehen, trotzdem überrascht es mich, wie sehr ich mich manchmal verliere. In all den bunten Bildern, all den Highlights im Leben der anderen, den Sonnenuntergängen am Strand, dem Candlelight Dinner zu Zweit und dem Hochglanzbild vom Traumurlaub in der Karibik oder New York. Ich scrolle durch die sozialen Medien, vergleiche und schaue mein Leben an. Ein Leben, das großartig und wundervoll ist, aber neben allem anderen auch aus Rechnungen, Steuererklärung, Wohnungsputz und Regenwetter besteht. Ich bin nicht 24 Stunden am Tag schön, gut gelaunt und perfekt geschminkt. Ich schaffe es nicht permanent all meine Ziele zu erreichen und perfekt zu sein. Das muss ich auch gar nicht. Und trotzdem, wenn ich mich durch Instagram scrolle habe ich manchmal das Gefühl die Einzige zu sein, die auch mal einen miesen Tag hat, deren Hose an der Hüfte kneift, die kalten Tee von gestern trinkt und es wieder nicht geschafft hat einkaufen zu gehen.
Und ich denke gerade meiner Generation, die nicht zu 100% mit sozialen Medien groß geworden ist (HA! Keine Fotos meiner Jugendsünden im Internet) und trotzdem nun damit alltäglich konfrontiert ist, fällt es ein wenig schwer sich abzugrenzen. Wir glauben die Realität zu sehen und schauen doch nur Ausschnitte an. Ganz wie bei einem Bild von Monet, wird das Gesamterleben verschwommener je kleiner der Ausschnitt ist. Und genau das ist es. Wir sehen einen winzigen kleinen Ausschnitt an lilafarbenen Tupfern und glauben dies sei die Gesamtheit. Gehen wir jedoch ein Stückchen weiter weg, sehen wir, dass ein Leben aus mehr besteht. Aus Untiefen und Grün und Schwarz und Weiß, aus Tupfern, die insgesamt ein großes Ganzes ergeben. Nicht perfekt, aber wunderschön. Wie der Seerosenteich von Monet, den wir nur von Weitem richtig erkennen.
Wunderbar eingefangen wurden meine Gefühle übrigens in zwei  Kurzfilmen, die ich auf youtube fand- Vielleicht findet ihr ja die Zeit sie euch anzuschauen.
Bis dahin wünsche ich euch einen wunderbaren Start in die neue Woche
Liebste Grüße
Lotte





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