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Leseliste im Juni: Zauberlehrlinge aufgepasst

Achtung, Achtung: Lotte ist zurück. Zwar noch nicht so ganz und vollständig, aber immerhin mit meiner Zusammenfassung einer Leseliste und das ist ja immerhin ein Anfang. Alles zu meiner Blogpause und wie es weiter gehen soll, erfahrt ihr in der nächsten Woche - wobei ich jetzt, da ich diesen Post schreibe, selbst nicht ganz sicher bin. (Gut, ich schreibe ihn eine Woche im Voraus. Ein bisschen Zeit bleibt also noch). Aber nun erst einmal zur Leseliste. Erstaunlicherweise ist diese ein wenig eigen. Ich habe nämlich den größten Teil des Juni damit verbracht die Serie "Die Flüsse von London" erneut zu lesen. Nachdem das neue Buch von Ben Aaronovitch "The Hanging Tree" heraus kam, war ich plötzlich so sehr in der Welt von Peter Grant gefangen, dass ich alle vorigen fünf Teile der Reihe noch einmal lesen wollte. Und das tat ich dann auch. Da ich euch allerdings nicht mit einer Zusammenfassung aller Romane langweilen möchte stelle ich euch nur den letzten Teil vor. Glaubt mir, die anderen lohnen sich auf jeden Fall ebenso sehr.

The Hanging Tree von Ben Aaronovitch
Der mittlerweile 6. Fall für Peter Grant aka Zauberlehrling und Polizeibeamter in London, gestaltet sich ebenso grandios wie die vorherigen. Erstmalig habe ich mir einen Teil der Reihe auf Englisch gekauft und gebe zu, in den Slang muss ich mich ein wenig einlesen. Aber die feine Ironie, die Spannung in der Handlung und die wunderbaren Charaktere machen das Lesen zu einem echten Genuss. Die gesamte Reihe zu den Flüssen von London ist einfach fantastisch, witzig und herausragend. Ich liebe die ironisch bissigen Kommentare von Peter Grant, sein ständiger Bezug auf Fantasie Literatur ("10 points to Ravenclaw" "But I always fancied Gryffindor!") und die Leichtigkeit der Bücher. Peter Grant ist kein weißer Mittelschicht Detective, der aus einer privilegierten Familie stammt und Nightingale kein strahlender Held in goldener Rüstung. Perfekte Unterhaltung, spannende Lektüre und auf jeden Fall eine klare Empfehlung. Moderne Popkultur trifft auf Magie. Etwas besseres kann es für laue Sommerabende am Strand oder verregnete Nachmittage auf der Couch kaum geben.


Abgesehen von dem rein genussorientierten Lesen, habe ich mich im letzten Monat ein wenig mit Philosophie beschäftigt und habe dabei endlich ein neues Lieblingsbuch entdeckt:

Wege zu sich selbst von Marc Aurel
Die Selbstbetrachtungen des römischen Kaisers Mark Aurel gehören nicht grundlos zur Weltliteratur. Mark Aurel lebte von 121 bis 180 und seine kritische Haltung sich selbst gegenüber, sein Streben sich selbst zu vervollkommnen um anderen zu dienen ist eine wunderbare Grundhaltung für jeden, der auch heute noch politisch tätig ist. Ich habe das Buch nicht von vorne bis hinten durchgelesen - dafür muss man bei jedem einzelnen Abschnitt zu sehr mit - und weiterdenken, aber es liegt auf meinem Nachttisch und eröffnet mir immer wieder neue Perspektiven. Wenn ihr nach einem persönlichen Sinn sucht oder nach Vervollkommnung strebt, dann ist dieses Buch genau das Richtige für euch.



Das war es tatsächlich. Dadurch dass ich alle Bücher der Peter Grant Reihe aufs Neue las und mir für diesen Monat ein Buchkaufverbot aussprech (Oh ja, das ist in den letzten Monaten nämlich leicht eskaliert), gibt es gar nicht so viel zu sagen, außer: Lest die Flüsse von London. Unbedingt! Auch mehrfach.
Ich wünsche euch einen fantastischen Start ins Wochenende
Lotte, die heute zum Schützenfest geht - zum ersten Mal in ihrem Leben...

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