Direkt zum Hauptbereich

Ein unentschlossener Lesemonat oder - zurück zum Krimiglück

Irgendwie war der Juli nicht mein Lesemonat. Vielleicht liegt es  am Sommer, wobei der ständige Regen und die Kälte eigentlich dagegen sprächen, vielleicht daran, dass ich inzwischen unglaublich urlaubsreif bin, aber im Juli wurde ich nicht so ganz warm mit den Büchern, die ich lesen wollte. Manchmal ist das eben so, aber ich habe Hoffnung, dass der August, mit seinen zwei Wochen Urlaub, für mich etwas frischen Wind bringt. Aber zunächst einmal meine Bücher im Juli für euch. Vielleicht werdet ihr ja warm damit. 

1. Almost Adulting von Arden Rose
Witzig geschrieben, amüsant und kurzweilig. Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste. Allerdings fiel mir schon auf den ersten Seiten auf: Ich bin leider zu alt für dieses Buch. So amüsant und erfrischend es auch geschrieben sein mag, für mich war es leider Zeitverschwendung. Allerdings kann ich es wärmsten jedem Erstsemester empfehlen, der gerade von Zuhause ausgezogen ist. Jene von uns, die seit Jahren ein eigenständiges Leben führen, werden bei den Anekdoten müde lächeln und dann einfach weiter an ihrer Steuererklärung sitzen.

2. Angst, Lust, Zerstörung von Eberhard Schorsch und Nikolaus Becker
Die Empfehlung aus meinem Fachbereich und zu Weiterbildungszwecken gelesen. Hmm naja, ein wenig reißerisch in den Fallgeschichten und sehr offensichtlich was die psychodynamischen Theorien angeht. Mir wurde empfohlen mich jenseits der Verhaltenstherapie einmal um zu sehen. Das war ganz interessant, aber nichts bahnbrechendes. Ich bin tatsächlich nicht komplett durch, aber manchmal braucht es auch einfach Feierabend, oder?

3. The Organized Mind von Daniel Levitin
Stichwort Feierabend. Ich bin tatsächlich in Ferienlaune und merke, dass nicht fiktionale Bücher, so gut sie auch geschrieben sein mögen, gerade einfach alles in meinem Kopf übersteigen. Ich hatte seit Ewigkeiten keinen Urlaub mehr - wenn man die zwei Tage über Ostern, in denen ich heimlich ein wenig weiter gearbeitet habe, nicht mitzählt und bin sowas von reif für Urlaub, das glaubt ihr gar nicht. Wahrscheinlich werde ich dieses Buch verschlingen, sobald meine Aufmerksamkeitsspanne größer ist als die einer Erbse. Momentan geht es leider nicht. Das von mir gelesene Drittel war gut, interessant und wird sicher noch Erkenntnisse bereit halten. Für diesen Monat habe ich kapituliert.

4. The Girl on the Train von Paula Hawking
And Lotte is back. Dieses Buch habe ich verschlungen, es war mitreißend, spannend, leicht geschrieben (unbedingt auf Englisch lesen) und hat mich dazu bewogen einfach ständig zu lesen. Ich hatte das Buch innerhalb eines Wochenendes durch und war richtig begeistert. Ich freue mich demnächst auch den Film anzuschauen. Ich liebe die Charakterbeschreibungen, die Komplexität der Hauptfigur und die 3 Perspektiven aus denen die Handlung geschildert wird. The Girl on the Train hat mich wieder zum Lesen gebracht und hiermit ist die Krimisaison für Lotte offiziell eröffnet. Wahrscheinlich brauche ich gerade einfach leichte Lektüre. Warum auch nicht? Schließlich haben wir Sommer.



Habt ihr auch manchmal so kleine Lesehänger? Ich kenne das wirklich gut von mir. Am besten hilft dann ein richtiger Page-Turner. Ein Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen kann und das mich ohne Ende fesselt. Wie ist das bei euch?
Ich wünsche euch einen wunderbaren Freitag
Lotte, die auf dem Weg in den Urlaub ist 

Kommentare

Beliebte Posts

Ein bisschen mehr Anstalt, bitte!

In unserer Wohnung gibt es keinen Fernseher, zumindest keinen um darin Tatort, Wetten, dass? oder Frauentausch zu gucken. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötige Lust.
Um ehrlich zu sein langweilt mich das herkömmliche Fernsehprogramm meistens, Tatort und Co. sind faktisch meist falsch und ich finde eh kaum die Zeit mir so etwas anzuschauen.
Eine große Ausnahme gibt es jedoch: Satirsendungen. Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan der heute show. Dieses Jahr ist jedoch eine Sendung dazu gekommen, die beinahe alles in den Schatten stellt, was ich bisher an politischem Kabarett und Satire gesehen habe. Bitterböse, gnadenlos und sofort mit einer einstweiligen Verfügung von einem gewissen Herrn Joffe (Herausgeber der Zeit, klick hier) bedacht, ist das neue Format von "Neues aus der Anstalt" bisher ungeschlagen auf Platz 1 meiner liebsten Satiresendungen.
Dabei blieb mir bei einigen Sendungen das Lachen, vor lauter Wahrheit, im Hals stecken. So zum Beispiel bei Claus von Wagner…

Montagsmotivation: all die kleinen Dinge

Es gibt da so ein großartiges Zitat von Andy Rooney, das mir immer mal wieder in den Sinn kommt, sobald der Alltag Einzug hält:

"For most of life, nothing wonderful happens. If you don’t enjoy getting up and working and finishing your work and sitting down to a meal with family or friends, then the chances are that you’re not going to be very happy. If someone bases his happiness or unhappiness on major events like a great new job, huge amounts of money, a flawlessly happy marriage or a trip to Paris, that person isn’t going to be happy much of the time. If, on the other hand, happiness depends on a good breakfast, flowers in the yard, a drink or a nap, then we are more likely to live with quite a bit of happiness."

Andy Rooney

Tatsächlich passieren große und lebensverändernde Dinge doch (zum Glück) nicht jeden Tag. Eigentlich lebt man ja so insgesamt betrachtet mehr vor sich hin. Das kann einerseits frustrierend erscheinen, ist aber andererseits vielleicht auch gar nicht sch…

Zeitmanagement zusammengefasst

Gestern war ich ziemlich fertig. Nach nur drei Stunden Schlaf verbrachte ich den Tag eigentlich damit im Bett zu liegen, Torte zu essen, "Da Vincis Demons" zu schauen und mit Freunden zu telefonieren. Und ganz nebenbei stolperte ich über ein Zitat zum Thema Zeitmanagement. Und weil ich es so schön finde, habe ich es euch einfach heute mitgebracht. Um ehrlich zu sein war ich am Sonntag nämlich nicht in der Lage weiter zu denken als "Oh ich esse jetzt einmal ganz viel Kuchen". 
“ Instead of saying “I don’t have time” try saying “it’s not a priority,” and see how that feels. Often, that’s a perfectly adequate explanation. I have time to iron my sheets, I just don’t want to. But other things are harder. Try it: “I’m not going to edit your résumé, sweetie, because it’s not a priority.” “I don’t go to the doctor because my health is not a priority.” If these phrases don’t sit well, that’s the point. Changing our language reminds us that time is a choice. If we don’t like…