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Es werden Posts vom November, 2017 angezeigt.

Done is better than perfect

Ich habe einen Hang dazu alles möglichst perfekt machen zu wollen. Das klingt wie ein Satz, den man gut im Vorstellungsgespräch sagen kann, wenn man nach seinen Schwächen gefragt wird. Beschaulich, sympathisch und definitiv jemand, der sich in seine Aufgaben verbeißt.  Perfektionismus ist angesagt, ein bisschen hip und wir können uns alle darin sonnen.  In Wahrheit sind wie nämlich meist ein bisschen stolz auf uns, wenn wir behaupten nach Perfektion zu streben.  Nur, dass es leider Augenwischerei ist und eine willkommene Ausrede um sich am Ende schlecht zu machen, runter zu ziehen oder auf andere, vermeintlich luderige Menschen herab zu blicken. 
Dabei macht Perfektionismus meistens eins: Gelähmt.  Wenn ich eine Aufgabe nur perfekt bewältigen kann und ansonsten nichts wert bin, so scheitere ich eigentlich schon zu Beginn. Es gibt keine Perfektion. Niemals. Strebe ich jeden Tag aufs Neue danach, so mache ich mich immer wieder bewusst unglücklich und gelähmt, starre mit sehenden Augen …

Geburtstagstorte

Kennt ihr noch Findus und Petterson? Da gibt es ein Buch mit dem Titel "Eine Geburtstagstorte für die Katze". In diesem Buch versucht Petterson so ziemlich alles um eine Tort für Findus herzustellen. Klappt am Ende auch, aber ich bin mir sicher dem Herrn ist dabei das eine oder andere graue Haar gewachsen.
Ungefähr so ging es mir gestern und das liegt alles an Fräulein C. Fräulein C lernte ich letztes Jahr bei einem Einführungstag für neue Mitarbeiter kennen. Ein Blick und wir beide waren sofort verknallt. Seither ist Fräulein C fester Bestandteil meines Freundeskreies, wir telefonieren quasi ständig, treffen uns so oft es geht und flippen beide ein bisschen aus, wenn der jeweils andere Geburtstag hat.
An sich auch sympathisch, bis Fräulein C die folgenden Worte sprach "Du brauchst zu deinem Geburtstag eine Torte. Ich habe nämlich Kerzen gekauft" Könnte ich ignorieren, hätte ich ihr nicht vor einem Monat ungefähr dasselbe gesagt und sie gezwungen eine Benjamin Blüm…

Berliner Museenliebe

Am letzten Samstag war ich in Berlin. Ich hatte ein bisschen geplant diverse Flohmärkte und den Winterfeldmarkt unsicher zu machen, das eisige Wetter und fieser Regen machten mir jedoch einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Also hieß es umdisponieren und das war eine großartige Sache.
Ich investierte 18€ in einen Pass für die Muesumsinsel und gab mir Kultur bis zu geht nicht mehr. Guter Plan, denn wann hat man schon einmal Zeit und Gelegenheit einen ganzen Samstag in vier unterschiedlichen Museen zu verbringen? Eigentlich nie. Zumindest nehme ich mir die Zeit viel zu selten. Die Berliner Museen sind durchweg einen Besuch wert, am Samstag hat es mir jedoch ganz besonders das Neue Museum angetan. Dort gibt es derzeit eine Ausstellung, welche die Hochkulturen von Ägypten und China miteinander vergleicht. Und um ehrlich zu sein, hatte ich keine Ahnung von der Chinesischen Hochkultur. Dinge mit denen man sich im Geschichtsunterricht nicht beschäftigt: Perspektiven der nichtwestlichen …

Montagsmotivation. Von "Jahresendritualen"

Ich habe ein kleines Ritual, das ich am Ende jeden Jahres bediene. Wenn es um mich herum hektisch wird, die Weihnachtsplanung losgeht und eine liebe Freundin mir aufgeregt mitteilt, dass es nur noch sechs Wochen bis ins neue Jahr sind (wo um alles in der Welt soll ich mit dem restlichen Urlaub hin???), ist für mich der Moment gekommen einer Tradition zu frönen. Ich kaufe einen besonders schönen Taschenkalender. Das ist old-school und nicht besonders up to date, aber für mich gehören Taschenkalender einfach dazu. Ich mag es die Seiten mit Texten zu füllen und direkt mir eine ganze Woche zu planen. Termine sind nicht echt, solange ich sie nicht per Hand eingetragen habe (und nein, wir reden jetzt nicht über mein dazugehöriges Farbsystem, das mir den Überblick erleichtert - wäre ja auch total zwanghaft so etwas zu machen).




Zusätzlich zu dem gekauften Kalender geht es noch ein bisschen ans basteln. Darin bin ich tatsächlich unglaublich untalentiert und so beschränkt sich meine Tätigkeit …

Angekommen?

Vor ungefähr einem Jahr bin ich nach Hannover gezogen. Ok, das stimmt nicht ganz. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich meinen Abschlussball in Dresden und habe zusammen mit einer Freundin die ein oder andere Flasche Wein geleert bei dem Gedanken daran von nun an tatsächlich die Verantwortung übernehmen zu müssen, wenn ich arbeite. 
Und plötzlich ist ein Jahr vergangen, ich sitze in meiner Wohnung in Hannover und überlege: Wie ist das alles passiert?
Ankommen ist nicht immer ganz leicht. In einer fremden Stadt schon gar nicht. Zieht man aus Leipzig nach Hannover ist es ein bisschen wie in einen Bottich mit Eiswasser springen. Leipzig ist bunt, laut, alternativ. Gefühlt an jeder Straßenecke gibt es Streetart, irgendeine komische Performance und jeden Abend eine andere Party. Hannover ist gesetzter. Es gibt all diese Dinge, man muss nur genauer suchen. Während dich in Leipzig die alternative Szene anspringt, musst du in Hannover nachschauen wo es sie geben könnte. Von daher war ankom…

Selbstfürsorge rulez...

Wisst ihr noch, wie ich letzten Montag 3 Zeilen als Montagsmotivation schrieb? Das lag an mir. Ich war ein Esel.
Zwei Wochen ungefähr lief ich schon mit ziemlich fiesen Schmerzen durch die Gegend. Ich habe mir eingeredet, dass alles gar nicht so schlimm sei, ich mich ein bisschen anstellen würde und sowieso bin ich überhaupt immer viel zu zimperlich.
Bis ich dann am Samstag erst beim kassenärztlichen Notdienst und dann eine Weile in der Notaufnahme abhing, weil ich eine Infektion verschleppt hatte. Yay, so muss das sein.
Clever wie ich war hatte ich alle STOPP Schilder meines Körpers ignoriert, konsequent weitergearbeitet und mich immer wieder davon überzeugt, dass ich natürlich Höchstleistung von mir zu erwarten habe. Bis nichts mehr ging.
Es hätte mir eine Warnung sein können, als ich am Donnerstag eine Verabredung absagte, weil mir vor Schmerzen ein wenig schwarz vor Augen wurde (nach 11 Stunden arbeiten). War es aber nicht, weil ich in meiner grenzenlosen Selbstüberschätzung dachte…

Die obligate Beschäftigung bei Regenwetter - Hüftgold here we go

Mit dem Herbst und den grauen Tagen wächst meine Lust zu backen exponentiell an. In meiner Welt gibt es eine ziemlich logische Reiz-Reaktionskette. Regen bedeutet: Ich muss dringend etwas Süßes essen und meine Wohnung wird automatisch zu einer kleinen Bäckerei.
Zum Glück habe ich inzwischen eine Job mit vielen hungrigen Kollegen, die sich ziemlich begierig auf alles stürzen, was auch nur annähernd nach Essebarem aussieht. Und so sind meine Backergebnis nicht ausschließlich für mich vorbehalten.
Ziemlich gut, denn ganz allein schaffe ich es auf gar keinen Fall 24 Patséis de Nata oder 40 Cannéles Bordelais zu verschlingen - zumindest meistens.
Ziemlich gut, denn ganz allein schaffe ich es auf gar keinen Fall 24 Patséis de Nata oder 40 Cannéles Bordelais zu verschlingen - zumindest meistens.  Und falls ihr auch einen ähnlich logischen Zusammenhang zwischen Regen und Süßspeisen herstellen könnt (ganz ehrlich, wer kann das bitte nicht???) habe ich euch heute das Rezept für Patséis de Nata …

Es lebe das Jetzt

Da mein Wochenende ziemlich turbulent und ein wenig aufwühlend war, bringe ich gerade keinen vernünftigen Post zustande. Die Geschichte an sich ist schon einen Post wert, aber dazu vielleicht in der nächsten Woche.
Trotzdem habe ich ein kleines Zitat für euch.

“Forever is composed of nows.”   Emily Dickinson
Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in die Woche Lotte

Paris, Paris - 9 Kleinigkeiten aus dem letzten Urlaub

Vor ungefähr zwei Wochen machten meine Mutter und ich gemeinsam Urlaub. Das mutet vielleicht etwas seltsam an, immerhin bin ich vor sieben Jahren ausgezogen, aber um ehrlich zu sein ist so ein Mutter-Tochter Urlaub gar nicht schlecht.
Unser Ziel war Paris. Eine Stadt, die wir beide sehr gut kennen (ich war das sechste Mal dort, meine Mutter so ungefähr zum 10. Mal) und mögen.
Meine Mutter feierte Geburtstag und mein Geschenk war es, sie zu einem Jazz Brunch in meine liebste Frühstücksmöglichkeit von Paris einzuladen, das Bellevilloise. Und überhaupt genossen wir die Stadt ohne Ende.
Während es also draußen vermehrt regnet und grau wird, habe ich heute ein paar Bilder dabei, die vielleicht kurz träumen lassen.


Einige Aktivitäten, die in Paris nicht fehlen dürfen.

1. Essen. Bitte da, wo man nur Französisch spricht und außerhalb der Touristenfallen, dann ist es wirklich gut. Günstig kann man vergessen. So etwas gibt es leider einfach nicht.



2. Ok, das widerspricht Punkt 1, aber das Angel…